Overblog Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog
Cosimas Lounge

Cosimas Lounge

Mein fabelhaftes Allerlei

Cosimas Lieblingsfilm der Woche - "Beetlejuice"

Meine lieben Filmfreunde,

heute geht es nun gruselig weiter im Halloween-Monat ;)

Wobei es sich bei "Beetlejuice" aus dem Jahr 1988, um den es heute geht, mehr um eine Gruselkomödie handelt, und die haben wir keinem Geringeren zu verdanken, als dem Großmeister auf diesem Gebiet, TIm Burton :)

Ursprünglich sollte der Film nämlich weitaus düsterer und morbider daher kommen. Betelgeuse, so der eigentlich richtig geschriebene Name, war geplant als bösartiger Dämon mit Flügeln und der Filmtitel lautete zunächst "The Maitlands", benannt nach dem Protagonisten-Ehepaar. Diese frühere Drehbuchfassung enthielt auch weitaus mehr Gewaltszenen und wirkte insgesamt viel bedrohlicher und angsteinflößender.

Doch zum Glück vollzog Burton nach der Verpflichtung des Hauptdarstellers und späteren "Batman" Michael Keaton eine komplette 180-Grad-Drehung und machte eine Komödie mit gruseligen Untertönen daraus.

Zur Handlung: Barbara und Adam Maitland sind ein junges Ehepaar, welches bei einem Autounfall ums Leben kommt. Problem: sie merken dies zunächst nicht ;) Nach dem Unfall kommen sie daheim an und wundern sich über das brennende Feuer im Kamin und ein Buch für kürzlich Verstorbene. Schließlich bemerkt Barbara, dass von beiden kein Spiegelbild existiert und es allem Anschein nach sie selbst sind, die kürzlich verstarben.

Adam befasst sich näher mit dem Buch und findet so heraus, wie man Kontakt zu seinem Sachbearbeiter im Jenseits aufnehmen kann. Doch auch hier herrscht eine äußerst gepflegte Bürokratie in der "Behörde für das Nachleben". Ihre Sachbearbeiterin Juno kann den Maitlands aber zumindest soweit Aufklärung angedeihen lassen, dass sie 125 Jahre lang ihr Haus nicht verlassen können, Als sie es dennoch versuchen, landen sie auf dem von riesigen Sandwürmern bevölkerten Saturn, wo es kein Zeitgefühl gibt.

Kaum haben sich die Maitlands vom Schock erholt, tot zu sein, droht auch schon das nächste Unheil: Familie Deetz zieht in ihr Haus ein und die exzentrische Delia, eine verhinderte Möchtegern-Künstlerin, lässt ihrer grauenvollen abstrakten Kunst freien Lauf, indem sie die Einrichtung des Hauses mithilfe ihres Einrichtungsberaters Otho Fenlock geschmacklos verändert. Lediglich Lydia, Delias Stieftochter, die einen Hang zum Tod hat, kann Barbara und Adam sehen und freundet sich mit ihnen an.

Natürlich wollen sie die unliebsame Deetz-Sippe wieder loswerden und erhalten von Juno den Tipp, herum zu spuken, um die lästigen Gäste aus dem Haus zu jagen. In ihrer Not rufen sie auch den sogenannten Bio-Exorzisten Betelgeuse herbei, obwohl Juno sie davor gewarnt hat, da seine Methoden höchst fragwürdig sind und er sich nicht davor scheut, auch durch Spuk zu töten. Davon abgeschreckt verzichten sie auf seine Hilfe und versuchen es allein. Doch sie scheitern jedes Mal grandios, da die abgebrühte Großstadt-Brut nicht nur keine Angst vor ihnen hat und alles mit Humor nimmt, sondern auch noch Kapital schlagen will aus dem "Geisterspukhaus".

Als die Maitlands aus Unachtsamkeit ihr "Buch der kürzlich Verstorbenen" herumliegen lassen und es Otho in die Hände fällt. nimmt das Unheil seinen dramatischen Verlauf. Bei einer Geisterbeschwörung durch Otho geht alles schief und die Maitlands sind kurz davor durch den mißlungenen Exorzismus den Geistertod zu sterben. In ihrer Not ruft Lydia Betelgeuse herbei, um die beiden liebgewonnenen Eheleute vor dem sicheren Ende zu bewahren. Allerdings verlangt Betelgeuse im Gegenzug, dass Lydia ihn heiratet, um aus dem Jenseits für immer befreit zu werden.

Das müssen die Maitlands jedoch um jeden Preis verhindern, und es gelingt mit Barbaras beherztem Ritt auf einem Sandwurm, der sich quer durch das Haus auf sein Opfer Betelgeuse stürzt und ihn somit dorthin befördert, wo er hingehört.

Familie Deetz und Familie Maitland, die für Lydia eine Art Elternersatz geworden sind, leben fortan einträchtig und gemeinsam im Haus, ohne einander auf den Geist zu gehen ;)

Wer den Film sieht, bemerkt, dass trotz einer Gesamtauftrittsdauer von nur 17,5 Minuten, Michael Keaton dennoch der Hauptstar ist. Er spielt nicht nur einfach die Rolle des Lottergeists, sondern er IST der Lottergeist und lebt die Rolle förmlich. Kaum verwunderlich, dass mindestens 95 % seines Textes in keinem Drehbuch standen, sondern schlicht und ergreifend aufs Hinreißendste improvisiert waren ;)

Der Name Betelgeuse, der genauso ausgesprochen wird wie Beetlejuice ist eine kleine Wortspielerei. Wortwörtlich bedeutet Beetlejuice "Käfersaft" und setzt sich aus "beet juice" (Rote-Bete-Saft) sowie einer Verballhornung des englischen Namens für den Stern Beteigeuze zusammen.

Nach eigener Aussage von Tim Burton waren die Sandwurm-Sequenzen eine Hommage an David Lynchs Kultfilm "Der Wüstenplanet" aus dem Jahr 1984.

Und wie auch viele Jahre später eine enge Freundschaft mit dem Hauptdarsteller seiner Filme, Johnny Depp, entstanden ist, so ist auch Michael Keaton ein treuer Burton-Jünger.

Nach dem Erfolg von "Beetlejuice" fragte man nämlich Tim Burton als Regisseur für den Film "Batman" an. Er sagte zu und besetzte prompt Michael Keaton als Batman ;)

Und wo wir gerade über Treue sprechen: Gerüchten zufolge soll es bald ein Sequel zu "Beetlejuice" geben. Zumindest befindet sich Burton im Gespräch mit Drehbuchautor Seth Grahame-Smith, mit dem er erfolgreich zusammengearbeitet hat bei "Dark Shadows". Michael Keaton selbst kann sich gut vorstellen, den Lottergeist ein weiteres Mal darzustellen, jedoch insistiert er darauf, dass Tim Burton ins Filmprojekt involviert ist :)

Ich kann euch den Film für graue Regentage nur wärmstens empfehlen :)

In der Videosektion noch ein Appetithappen für euch ;)

Viel Spaß beim Gruseln & Happy Halloween wünscht Cosima :)

(unter Verwendung folgender Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Beetlejuice)

Diesen Post teilen

Repost 0

Kommentiere diesen Post