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Cosimas Lounge

Cosimas Lounge

Mein fabelhaftes Allerlei

Leseproben

Wochenende

Der Morgen graut, mir graust’s noch mehr,
ich wünsch mir das Wochenende her!
Doch muss 8 Stunden ich noch warten,
bis endlich der Feierabend kann starten!
Dann drück ich richtig auf die Tube,
vertrau’ auf des Busses Antriebsschube,
düse nach Hause, leg hoch die Füße,
und bis dahin sende ich euch ganz liebe Grüße :)

Wochenanfang

Wochenende, wo bist du nur hin?
Nach so vielem stand mir der Sinn,
doch viel zu kurz warst du wieder mal,
und ich füge mich in des Unvermeidlichen Qual
Die Woche beginnt, der Freitag ist weit,
doch eines tröstet: es vergeht auch diese Zeit ;)
Drum macht das Beste aus diesem Wartetrip,
bleibt heiter & lustig, das ist mein Tipp :)

Teaser von meinem 1. Kurzkrimi (erschienen in der "Mord & Totschlag"-Krimianthologie des Aurorabuchverlags)

Tödliches Geheimnis

Bruno van Kampen rannte um sein Leben. Er raste durch die Zimmer der oberen Etage seiner Villa, sah sich immer wieder hektisch um und stolperte weiter vorwärts, bis er plötzlich gegen eine verschlossene Tür prallte. Nein! Um Himmels Willen NEIN! Verzweifelt rüttelte er an der Tür, warf sich dagegen, um sie zu durchbrechen, doch das massive Eichenholz gab keinen Zentimeter nach. Kraftlos sank er vor der Tür zu Boden. Er spürte, dass sein Verfolger inzwischen direkt hinter ihm stand. »Hör zu, es tut mir leid! Ich zahle dir jeden Preis, aber bitte töte mich nicht!« Doch der maskierte, großgewachsene Mann vor ihm brach nur in schallendes Gelächter aus. Als sein Lachen verstummt war, ertönte ein gedämpfter Schuss. Es war das Letzte, was Bruno van Kampen auf dieser Welt hörte.

Für immer?

Wenn zwei sich finden, hier und jetzt,
bleibt es nicht aus, dass man sich verletzt.
Zwar ohne Absicht und ungewollt,
doch trotzdem der andere dann sehr schmollt.

Ich wollte dich für immer lieben,
doch was ist davon mir geblieben?
Deine gedankenlose Art,
hat weder Kummer noch Schmerz mir erspart.

Du wolltest immer reden, weil das wichtig ist,
gut und schön, doch was soll der Mist,
wenn dauernd ich habe das Gefühl,
ich rede gegen eine Mauer, meine Worte finden kein Ziel.

Noch immer liebst du mich, sagst du,
doch warum hörst du mir dann nicht zu?
Warum dreh'n wir uns im Kreis,
wenn jeder um des anderen Gefühle weiß?

Trotz allem du noch in meinen Gedanken bist,
obwohl doch alles sinnlos ist.
Doch Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt,
vielleicht merkst du nun, wie sehr du mich verletzt!

Mikrokosmos Straßenbahn

Eine Kurzgeschichte von Cosima S. Konrad

Was ist für Sie eine Straßenbahn? Außer einem viel frequentierten Transportmittel, meine ich. Hm? Hey, kein Augenrollen bitte! Als Gefährt, was Sie von A nach B bringt, wurde die gute, alte Tram nämlich lange genug unterschätzt. Vielmehr ist sie ein Spiegelbild der Gesellschaft, quer durch alle Schichten und Klassen von Menschen. Eine Straßenbahn ist ein wahrer Mikrokosmos, durchzogen von Artenvielfalt und unterschiedlichen Charakteren.

Da gibt es zum Beispiel die Spezies „Teenager“, die ihre gesamte Umwelt an der Musik, die aus ihrem MP3-Player dröhnt, teilhaben lässt. Man erkennt im seltensten Fall als mitbetroffener Fahrgast die Melodie, meist kommt nur ein monotones „Umpf, Umpf“ an und man fragt sich fassungslos, wann so ein Teenager-Trommelfell platzt.

Außerdem hätten wir noch die Spezies „Hauptsache, man hört MICH!“, vorwiegend auch aus dem jugendlichen Teil der Bevölkerung. Diese Art unterhält bevorzugt den hinteren Teil der Straßenbahn – und das ist gut so.

Sehr unterhaltsam ist es auch, wenn am frühen Morgen die Spezies „Lautes Schulkind“ die Tram-Bühne betritt. Vor allem, wenn man selbst noch nicht halb so munter ist wie die Horde der Schülerbrut.

Doch auch die „Frechen Rentner“ haben sich ihren Platz in diesem Mikrokosmos redlich verdient. Was wäre schon ein Warten auf die Straßenbahn, ohne ein paar harmlos scheinende, ältere Mitbürger, die sich beim Nähern der Tram in blutrünstige, sich mit Krücken und Gebiss ihren Weg zum Sitzplatz bahnende, Monster verwandeln?!

Aber es gibt auch viele Spezies, die erst auf den zweiten Blick auffallen oder gar nicht in diesen Zeiten, die geprägt sind von galoppierendem Egoismus. Wie zum Beispiel die junge Frau, die verzweifelt versucht, ihre 3 Kinder unter Kontrolle zu bringen und sich kaum traut, den bösen Blicken der anderen Fahrgäste zu begegnen. Oder die ältere Dame, die so einsam ist, dass sie Ihnen in 10 Minuten ihre gesamte Lebensgeschichte erzählt. Oder aber auch der Mann, in den schmuddeligen Klamotten, den Sie gemeinhin unter der Kategorie „Asozial“ oder „Penner“ ablegen, um bloß nicht auf die furchtbare Idee zu kommen, sich Gedanken zu machen, WARUM dieser Mann nicht auf der Sonnenseite des Lebens steht.

Der Mikrokosmos Straßenbahn ist voll von versteckten Schicksalen, missverstandenen Menschen, Freud und Leid, doch wir nehmen uns viel zu wenig Zeit, um dessen Faszination auf uns wirken zu lassen.

Fahren Sie doch einfach mal wieder mit der Tram und öffnen die Augen für den Mikrokosmos – es lohnt sich!

Niedergang

von Cosima S. Konrad

In heut’ gen Zeiten, merk ich sehr,

fällt sich zu behaupten ziemlich schwer.

Denn hast du keine Ellenbogen,

wirst schnell du über den Tisch gezogen!

Du giltst als Flasche, bist meinungslos,

wirst als nett überall mitleidig belächelt bloß!

Doch gibst du den wilden Rebellen,

schlägt auch das meist hohe Wellen.

Dann bist du ein Rowdy, ein wildes Tier,

dass nur herumbrüllen kann wie ein Stier!

Dabei stehst du nur für deine eigene Meinung ein,

aber auch hier stellt dir die Gesellschaft ein Bein.

Du kannst es niemals jedem Recht machen,

du kannst dich nur zurücklehnen und lachen,

und der Gesellschaft, wie sie alle dort stehen,

beim weiteren Niedergang einfach nur zusehen.

Neue Welt

von Cosima S. Konrad

Mein Traum von einer besseren Welt,

wär’ in nullkommanix hergestellt.

Jedoch müsst’ vieles sich verändern,

im alltäglichen durchs Leben schlendern.

Hört auf in Schubladen zu denken,

die nur die Freiheit dir beschränken!

Lasst Vorurteile schnell verschwinden,

die euch für die Wahrheit lassen erblinden!

Nehmt nicht immer alles hin,

Einspruch macht auch manchmal Sinn!

Statt blind zu hassen, versucht, zu verstehen,

alles kann auch friedlich gehen!

Wenn alle sich daran nur halten,

würde sich blitzartig eine neue Welt entfalten!

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